Zur Geschichte der jüdischen
Gemeinde
In Dolgesheim bestand eine jüdische Gemeinde bis um 1930/33. Ihre Entstehung geht in die
Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. Bei der Volkszählung 1804 wurden 19 jüdische Einwohner
am Ort erfasst. 1861 wurde eine Höchstzahl von 54 jüdischen Einwohnern erreicht. Danach
ging die Zahl durch Aus- und Abwanderung zurück (1900 31, 1931 16 jüdische Einwohner).
Nach 1933 sind noch vor Beginn des Deportationen alles jüdischen Einwohner verzogen,
teilweise ausgewandert. Nach September 1939 gab es keine Juden mehr am Ort.
Von den aus Dolgesheim stammenden jüdischen Einwohnern wurden nach der Deportation
aus anderen Orten ermordet: Emma Schriesheimer (geb. 1876), Sylvain Bloch (geb. 1895).
Zur Geschichte der jüdischen
Synagoge
Zunächst war vermutlich ein Betraum vorhanden. 1852 konnte die Gemeinde eine Synagoge
in der Schollergasse 3 erbauten. Sie wurde um 1930/33 aufgegeben, als auf Grund der
zurückgegangenen Zahl der jüdischen Einwohner keine regelmäßigen Gottesdienst mehr
gefeiert werden konnte. Das Synagogengebäude wurde verkauft und wird bis heute als
Lagerhaus verwendet.
Adresse/Standort der Synagoge: Am Weihergarten
Fotos
(Fotos Hahn, Aufnahmedatum 30.3.2005)
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Die ehemalige Synagoge |
Blick in den Weihergarten |
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